Byron Katie Zitate - Du bist die Welt- Serie - Teil 2

Frieden fängt immer mit mir selbst an

Wenn ich will, dass in der Welt da draußen mehr Frieden herrschen soll, dann fängt es immer mit mir an.

Denn je mehr ich Byron Katies THE WORK anwende, desto klarer wird mir, dass die Welt da draußen nur ein Abbild meiner inneren Welt ist und nur sein kann.

Dieses Grundprinzip zu verstehen und vor allem irgenwann auch anzuerkennen, war für mich ein allmählicher, teils schmerzhafter Prozess.

Nach und nach konnte ich diese Sicht für mich zulassen und erfahren.

Erst wenn ich meine eigenen Kriegsschauplätze in mir beende, erst wenn ich den Terroristen in mir (denn wie oft habe ich mich im Leben schon selbst bewusst oder unbewusst terrorisiert) mit Verständnis und Güte begegne – beginnt nach meiner Erfahrung wirklicher Frieden…

Hier findest Du Deine „weiße Flagge“, um Deinen Kriegsschauplätzen ein Ende zu setzen:

https://www.erfahr-bar.de/den-inneren-krieg-beenden

Vergebung - Ein Byron Katie Zitat

Mit The Work einen Perspektivwechsel des Denkens erlangen

Byron Katie hat einmal gesagt, dass Vergeben oder Verzeihen nur bedeutet zu erkennen, dass das was ich angenommen habe, nicht geschehen ist.

Immer wieder fordert uns The Work liebevoll auf, unser Denken aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten. Aus meiner Erfahrung kann ich nur Opfer in meinem Denken werden.

Das geschieht in dem Moment, wenn ich einen (stressigen) Gedanken Glauben schenken würde.

Aber niemals geschieht es in der Realität.

Mal ein kurzes Beispiel: Wenn mich jemand auf das Übelste beleidigen würde, dann wäre es in diesem Moment schon wieder vorbei.

Hier und Jetzt ist die Beleidigung nicht mehr existent. Trotzdem leide ich (weiter).

Weil in meinem Kopf die Situation lebendig geblieben ist und Gedanken wie zum Beispiel:

„So eine Gemeinheit…“ – „So lasse ich mich doch nicht behandeln“ – „Jetzt wird zurückgeschossen“ – „Ich bin tief gekränkt von diesen Worten“

und so weiter in meinem Verstand ein Zuhause gefunden haben.

Es ist Hier und Jetzt nicht die Ursprungssituation, die mich kränkt oder verletzt. Sondern die Interpretation meiner Situation im Kopf, die etwas aus der Vergangenheit aufgreift und in die Zukunft projiziert.

Noch einmal: 

Es kann nicht mehr die Beleidigung sein, die mir entgegengebracht wurde. Denn sie befindet sich bereits in der Vergangenheit und existiert nicht mehr.

Byron Katie hat einmal gesagt:

„Welchen Beweis für die Vergangenheit habe ich, außer meinen Bildern und Gedanken darüber im Kopf?“

Ein Verzeihen setzt voraus, dass ich erkenne, dass die Situation, in der ich im Zorn mit einer Person auseinander gegangen bin, nur die Gedanken über jene Situation und Person sein kann.

Wenn mir jemand in Dauerschleife sagen würde:“Jörg, du bist ein schlechter Mensch.“ Dann wird es solange für mich friedlich bleiben, bis ich den Satz glauben würde.

Das Außen ist immer die Projektionsfläche meiner inneren Gedanken

In dem Moment, wo ich diesen Gedanken glaube, beschimpfe ich mich selber. Nicht mein Gegenüber.

All dieses bedeutet nicht, dass man sich Bosheiten oder Beschimpfungen gefallen lassen soll.

Im Gegenteil.

Nehmen wir das eben genannte Beispiel mit der Dauerschleife und der Beschimpfung:

„Jörg, Du bist ein schlechter Mensch.“

Wenn ich diesen Satz nicht glauben würde, bliebe ich im Frieden.

Ich würde einen Menschen mir gegenüber erkennen, der sehr emotional reagiert. Offensichtlich  glaubt er seine stressigen Gedanken gerade.

Ein stressiger Gedanken erzeugt eine stressige Emotion. Eine stressige Emotion erzeugt ein stressiges Handeln, in diesem Fall Geschimpfe. (Mehr dazu in diesem Miniworkshop).

All dieses kann ich erkennen aus einer inneren Klarheit und Ruhe. Seine Gedanken sind nicht meine Angelegenheit. Nur mein Denken, meine Gedanken sind meine Angelegenheit.

Aus diesem Wissen heraus könnte ich z.B. sagen:

„Ich erkenne, dass Du wütend auf dich selbst bist. Ich werde jetzt gehen. Lass uns weiterreden, wenn Du soweit bist.“

Wenn ich dies hier schreibe, glaube mir bitte kein Wort. Mache Deine eigenen Erfahrungen. Überprüfe das, was ich hier schreibe für Dich selbst. The Work bietet Dir eine wunderbare Möglichkeit genau das zu tun.

Byron Katie Zitate -Alles was Du dachtest, das sie es seien bist du selbst.

Freiheit durch Wahrheit

Kann es etwas Befreienderes geben als die Erkenntnis, das niemals etwas so (schlimm) war, wie ich es immer geglaubt habe?

Wenn die giftige Schlange, bei näherer Betrachtung zum Seil wird und das Monster in der Nacht verschwindet, wenn ich das Licht anknipse?

Ich bin der Schöpfer meines eigenen, (schaurigen) Schattentheaters.

Hier können die Drehbücher des Lebens umgeschrieben werden…

Alles Liebe,

Jörg Rüdebusch

(FAQ) Fragen und Antworten zu The Work von Byron Katie

Die Antwort ist ja, es gibt Kritik zu The Work. Sogar eine Menge. Die häufigsten Kritiken sind, dass The Work zu einfach ist und deswegen gar nicht funktionieren kann. Außerdem wird Byron Katie vorgeworfen, dass sie mit The Work die Realität verdreht und Opfer zu Tätern macht. Oft wird auch behauptet, dass The Work nur eine Verstandesbefragung oder Pseudotherapie ist. Zu all diesen Anfeindungen habe ich einen Blogartikel geschrieben und meine Erfahrungen zu diesen Kritiken geteilt.
Die Antwort ist nein, The Work ist definitiv keine Sekte. Es gibt nämlich 3 Merkmale, die eine Sekte im wesentlichen beschreiben. Diese wären: eine Führung, die von den Mitgliedern nie kritisiert wird, Regulation für alle Bereiche des Lebens, Kontrolle der Beachtung dieser Regeln (formell oder informell). Keine dieser 3 Merkmale trifft nach meiner langjährigen Erfahrung auf The Work oder Byron Katie zu. Byron Katie selbst sieht sich nicht als Führungsperson und ist als solche auch niemals in Erscheinung getreten. Sie selbst spricht oft davon, dass sie nur die 4 Fragen (von The Work) hat, mehr hat sie nicht zu bieten. The Work und Byron Katie wollen nichts regulieren oder in eine bestimmte Richtung lenken. Das Gegenteil ist der Fall. The Work wirft mich mit meinen Anschuldigungen an die anderen und die Welt da draußen, immer wieder auf mich selbst zurück. Byron Katie selbst prägte das Zitat: "Die 4 Fragen von The Work sind nichts ohne Deine Antworten. Deine Antworten sind es, die Dich frei machen."
Ja , Byron Katie ist mit dem US - Amerikaner und Autor Stephen Mitchell verheiratet. 
Die Antwort ist ja, grundsätzlich ist es möglich, einen negativen Gedanken sofort mit The Work aufzulösen. Es hängt nach meiner Erfahrung entscheidend davon ab, wie stark sich der negative Gedanke in das Unterbewusstsein bereits eingebrannt hat. Einen Glaubenssatz wie: "Ich werde nicht geliebt " mit nur einer Work gänzlich auflösen zu können, halte ich für unwahrscheinlich. Dieser Satz ist vermutlich schon vor langer Zeit in der Kindheit geprägt worden und seitdem zu einer Grundüberzeugung im eigenen Leben geworden. Oftmals werden solche tiefliegenden Gedanken durch weitere Gedanken hinter dem eigentlichen Gedanken getragen und gestützt . Ziel sollte es also sein, alle belastenden Gedanken rund um diesen Glaubenssatz zu identifizieren und schließlich aufzulösen.
Die Antwort lautet: alle Probleme! Es gibt nach meiner Überzeugung kein Problem, dass nicht mit The Work aufgelöst werden könnte. Egal, ob es Beziehungsprobleme, Ängste etc . sind. Es ist nicht das Problem, dass uns leiden lässt, sondern das was wir über das Problem denken. Byron Katie sagt selber, dass wir nur leiden, wenn wir einen stressigen Gedanken glauben und nicht leiden, wenn wir ihn nicht glauben. Dieses einfache Grundprinzip macht sich The Work zunutze, um stressige Gedanken aufzulösen.
The Work wurde von Byron Katie nach ihrem Erleuchtungsereignis 1986 erfunden. Byron Katie selbst schreibt eher, dass sie The Work damals nicht erfunden oder entwickelt, sondern vielmehr "entdeckt" hat.

 


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