Warum ich einen Beitrag zum Thema "Kritik zu The Work" schreibe

Es ist mir sozusagen eine Herzensangelegenheit über das Thema, Kritik zu The Work zu schreiben.

Falls Du ein absoluter Gegner von The Work sein solltest und Deinen Standpunkt unabrückbar vertrittst, dann ist dieser Artikel vermutlich nichts für Dich.

Falls Du aber durchaus The Work etwas Positives abgewinnen kannst, aber ob der vielen Kritiken da draußen zweifelst, ob Du es ausprobieren oder Dich gar intensiver mit diesem Thema auseinander setzen sollst, dann bist Du hier genau richtig.

Ich möchte mit diesem Blogbeitrag niemandem seine Meinung nehmen.

Im Gegenteil. Ich respektiere sie. Ich weiß, dass The Work nichts für jeden ist. Sowie rote Autos oder eben jedes Jahr in Urlaub fahren auch nicht für jeden gleich erstrebenswert ist.

Mein Anliegen mit diesem Artikel ist, denjenigen zur Seite zu stehen, die sich durch die Kritiken verunsichert fühlen und ihnen meine Sichtweise zu schildern.

Bist Du so jemand? Dann ein herzliches Willkommen.

The Work Kritik - Ist es hinterhältige Gehirnwäsche oder eine sektenhafte Masche von Byron Katie?

Ist The Work eine hinterhältige Gehirnwäsche?

Es geht mit The Work nach meiner langjährigen Erfahrung niemals darum, das Opfer zum Täter zu machen. Im Gegenteil, ich erkenne immer mehr, dass ich nur Opfer meiner Gedanken werden kann, und zwar dann, wenn ich sie glaube.

Und genau das kann ich mit den 4 Fragen und 3 Umkehrungen von The Work klar erkennen.

Mal ein krasses Beispiel: Wenn ich sehen würde, dass ein Vater seinen Sohn schlägt und denken würde "Der Vater sollte seinen Sohn nicht schlagen", dann ist das schlichtweg eine Lüge aus meinem Denken heraus.

Denn der Vater schlägt ja gerade seinen Sohn - es passiert.

Vermutlich würde mich dieser Gedanke dann wütend, traurig oder ohnmächtig machen und weitere Gedanken nach sich ziehen, wie z.B.: "Wie kann ein Vater so grausam sein..." - "Dem werde ich es jetzt aber zeigen..." usw.

The Work Kritik - Überprüfe Deine Überzeugungen und bleibe nicht im Verstand.

In diesem Moment bin ich nicht mehr in meiner Angelegenheit sondern in der Angelegenheit des Vaters. Und in der Angelegenheit eines anderen Menschen zu sein, erzeugt Ohnmacht, Wut usw. - denn in diesem Bereich des anderen bin ich handlungsunfähig. 

Bleibe ich bei mir, in meinen Angelegenheiten bin ich friedvoller, klarer in meinem Denken und Handeln. Meine Angelegenheit ist es natürlich zum Vater zu gehen und ihn zur Rede zu stellen.

Sollte er noch mal zuschlagen wollen, würde ich mich vermutlich dazwischen werfen.

Kritik 1 - Ich muss ja alles gutfinden im rosaroten Byron Katie La-La Land

Es geht immer darum sich klar zu machen, dass ich die Dinge an sich nicht ändern kann, da sie passieren. Ich kann aber mein Denken, meine Überzeugung darüber ändern. Das liegt immer in meinem Handlungsbereich - zu 100%.

Und mein Denken entscheidet darüber, aus welcher Emotion heraus mein Handeln folgt.

Was meinst Du: Habe ich bessere Chancen in dieser Situation ein guter Friedenstifter zu sein, wenn ich selbst in meinem Frieden bin und diese stressigen Gedanken über den Vater in diesem Moment nicht glaube?

Frieden lernt Frieden. Wenn es mit mir in dieser Situation nicht anfängt, mit wem dann? Der Vater kann es offensichtlich nicht und das Kind schon gar nicht.

Es gibt viele Kritiken zu The Work. Ist es eine Kunst sich glücklich zu denken oder steckt mehr Kraft dahinter. Mehr auf meinem Youtube-Kanal.
Besuche meinen Youtube-Kanal und erhalte pures Praxiswissen zu The Work.

Mit The Work geht es niemals darum etwas gutzuheißen. Schon gar nicht Gewalt, Kriege, Missbrauch oder ähnliches.

Es gibt dieses Leiden da draußen. Mit The Work kann ich es schaffen, nicht mehr "mitzuleiden", mich aus der Dramabox zu befreien. Das verschafft mir einen ganz neuen Blickwinkel, eine Klarheit über den "Tellerrand" hinauszuschauen.

Ich weiß, für den ein oder anderen mag das Geschriebene (noch) verwirrend klingen. Deshalb habe ich dazu ein Video aufgenommen, um dieses Thema etwas tiefgreifender zu erklären. Wenn Du magst, dann schau doch mal rein.

 

Kritik 2 - The Work ist eine Pseudotherapie

Oft wird The Work vorgeworfen, dass es sich bei dieser Selbsthilfemethode für die Hilfesuchenden nur um eine Pseudotherapie oder Verstandesbefragung handelt.

Diese Kritik kann ich durchaus nachvollziehen. Als ich das erste mal das Buch "Lieben was ist" von Byron Katie in der Hand hatte war ich von der Idee, mit nur 4 einfachen Fragen mich von meinem Leiden befreien zu können, begeistert.

Sofort habe ich angefangen es auszuprobieren.

Die ersten Versuche waren sehr holprig. Ich war so verkopft. Ich wollte unbedingt, dass es funktioniert.

Ich habe mich so sehr angestrengt, tiefgreifende Antworten auf die Fragetechniken zu erhalten, dass ich nach ein paar mal The Work machen, dass Buch wieder in die Ecke gelegt habe.

Daher weiß ich, dass wenn ich aus dem Verstand heraus worken möchte, es nicht klappt. Ich bleibe im Sumpf meiner Illusion hängen.

The Work funktioniert erst dann, wenn ich eine wichtig Komponente dazuschalte - meine innere Weisheit. Andere Menschen sagen dazu Seele, höheres Selbst, Gott usw.

Jeder Begriff ist so gut wie der andere. Diese Kraft in mir ist nach meiner Erfahrung namenlos. Ich weiß nur, das sie da ist. Und sie "existiert" jenseits meines Verstandes, meines Egos.

Der Verstand wird versuchen, seine Thesen, Religonen und Überzeugungen zu verteidigen. Deswegen wird der Vater auch nicht aufhören sein Kind zu schlagen, bis er von seinen Überzeugungen ablässt.

Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen: "Jörg, wie finde ich denn jetzt den Zugang zu dieser Weisheit?".

Nun, bei mir war es so , dass es mit dem Worken besser wurde, nachdem ich:

  1. immer wieder geübt habe
  2. mich vor der Work von einem Ergebnis freigemacht habe, wie meine Antwort aussehen soll
  3. ich durch Schritt 1+2 immer besser unterscheiden konnte: "Bin ich im Verstand oder in meiner Weisheit?" Daraus folgte, dass ich dieser Kraft als Quelle vertrauen konnte

Daher habe ich auch die Gedankenmanufaktur ins Leben gerufen. Um Menschen und Hilfesuchenden dabei zu helfen, an ihre tieferliegende Quelle der Weisheit zu kommen, um die ganze Kraft von The Work selbst erfahren zu können.

The Work Kritik - Hinterhältige Gehirnwäsche durch Byron Katie ?

 

Kritik 3 - The Work ist zu einfach und funktioniert deshalb gar nicht

Viele Leute werfen Byron Katie vor, dass ihre Methode viel zu einfach sei, um tiefgreifende Prozesse in Gang zu bringen.

Ich habe damals mit The Work angefangen, als ich noch in tiefen Depressionen steckte. Viele spirituelle Dinge habe ich ausprobiert, neben schulmedizinischer Psychotherapie.

Alles hatte sein Gutes - den entscheidenden Durchbruch zur Besserung schaffte bei mir aber erst The Work.

Mich hat zu Beginn an die Einfachheit begeistert. Ich kann die 4 Fragen gezielt auf eine stressige Situation anwenden.

Mit dem Arbeitsblatt zu The Work sehe ich sozusagen die Situation, die mir Kummer und Schmerzen bereitet habe, in einer Art Zeitlupe. 

Ich erkenne: "Was habe ich zu diesem Zeitpunkt gedacht? Wie sahen ganz konkret meine Gedanken aus?" Diese halte ich auf dem Arbeitsblatt fest und kann sie dann laserscharf mit The Work auflösen.

Wie Du das Arbeitsblatt von The Work richtig anfwendest und weitere Tipps findest Du hier.

Hilfesuchenden bei The Work helfen, damit nicht angenommen wir, dass es sich um hinterhältige Gehirnwäsche handelt.

Es gibt entscheidende Vorteile, für die Einfachheit dieser Selbstbefragungsmethode:

  1. jederzeit & überall anwendbar (ich brauche nur ein Blatt Papier + einen Stift, + ein paar Minuten Ruhe)
  2. die 4 Fragen sind wie ein roter Faden, an dem ich mich orientieren kann, ohne vom Verstand abgelenkt zu werden
  3. es ist nicht kompliziert, daher ist kein großes Training oder Vorwissen nötig, um sofort starten zu können
  4. ich fokussiere mich auf das Wesentliche, meinen stressigen Gedanken. Denn dieser ist das Übel meines Leidens
  5. je einfacher die Methode, desto weniger muss ich meinen Verstand gebrauchen, der immer alles verkomplizieren will. Deshalb ermöglicht mir The Work auch schneller an meine Weisheit zu kommen.

Die Weisheit ist nach meiner Erfahrung auch "einfach" und ohne Konzepte - sie will nicht, sie ist. The Work resoniert damit wunderbar mit dieser mir innewohnenden Kraft

Mehr zu diesem interessanten Thema findest Du in meinem Video.

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Kritik 4 - Byron Katie ist nicht mit The Work in ihren Frieden gekommen

Viele Kritiker von The Work stören sich an der Tatsache, dass Byron Katie selbst auch nicht durch ihre Selbsthilfemethode in ihren Frieden gelangt ist, sondern durch ein spontanes "Erleuchtungsereignis".

Auch wenn diese Tatsache stimmt und Byron Katie dieses auch offen so beschreibt, so war doch die Folge aus ihrem erleuchteten Ereignis die Geburtsstunde von The Work. 

Ausführlich gehe ich auf dieses Thema in diesem Video ein.

Kritik 5 - The Work hat sektenhafte Ansätze

Hier wird The Work vorgeworfen, dass man unliebsame Gefühle und Bedürfnisse unterdrückt und nicht zulassen darf.

Das ist nach meiner Erfahrung so nicht richtig. Es kommt natürlich wie bei so vielen Sachen immer darauf an, wie ich mein "Werkzeug" anwende.

Wenn ich The Work mache, weil ich einen emotionalen Schmerz nicht mehr aushalten kann - diesen sozusagen weghaben will, dann ist The Work kontraproduktiv.

The Work will vielmehr ein "neues Verstehen" ermöglichen, eine Blickwinkelveränderung herbeiführen, die andere Lösungsmöglichkeiten für mich hervorbringen kann.

Die Ausgangsthese des Leidens ist den stressigen Gedanken umzukehren.

Emotionen und Gefühle nicht unterdrücken

Eine Emotion ist ein eingebautes Alarmsignal unseres Körpers und ist die Folge eines Gedankens, den wir glauben. Genau darauf macht Byron Katie immer wieder aufmerksam.

Über die Emotion kann ich erkennen, welchen stressigen Gedanken ich gerade glaube. Die Emotion führt uns also zur Wurzel allen Übels.

Sie ist damit ein sehr wichtiger Bestandteil von The Work und soll nicht ausgeklammert oder gar unterdrückt werden.

Mit der 3. Frage geht es ganz bewusst um das Fühlen, Spüren und achtsame Wahrnehmen dieser Emotion. Die 3. Frage von The Work lautet:

"Wie fühle ich mich, wenn ich diesen Gedanken glaube?".

Ehrlicher kann ich mich nach meiner Erfahrung gar nicht mit meinen Emotionen und Gefühlen auseinandersetzen.

Niemand hat jemals gesagt, dass ich The Work als absolutes, alleiniges Allheilmittel nutzen soll. Vielmehr ist es eine wunderbare Ergänzung zu anderen Therapieformen.

Mehr zu diesem Thema wieder in meinem Video.

Fazit:

Wie schon zu Anfang des Artikels erwähnt, sind all dies meine ganz eigenen Erfahrungen, die ich mit The Work gemacht habe.

Hinterhältige Gehirnwäsche zu dieser Selbsthilfemethode oder das The Work eine umstrittene Kunst ist, sich glücklich zu denken, kann ich selbst nicht bestätigen. 

Solltest Du bis hierhin gelesen haben und neugierig auf The Work geworden sein, dann lade ich Dich herzlich ein die befreiende Kraft der 4 Fragen in Dein Leben zu holen.

Alle weiteren Infos findest Du hier.

Herzliche Grüße,

Jörg Rüdebusch


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