Hast Du zu viele Gedanken im Kopf? Menschen die nachdenken, leiden oft an Depression.
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Zu viele Gedanken im Kopf – Raus aus den Sorgen, dem Grübeln und Gedankenkarussell

Heute möchte ich Dir einmal erklären, warum wir wirklich Leiden, Grübeln oder uns Sorgen machen und was da eigentlich genau in unserem Kopf, dem Verstand abläuft, wenn wir gerade mal wieder im Gedankenkarussell feststecken.

Du wirst hier echte Lösungsansätze bekommen, was zu tun ist, wenn wieder mal zu viele Gedanken im Kopf ihr Unwesen treiben. Alles fängt damit an zu erkennen, dass das Leiden eine freiwillige Entscheidung ist.

Wir Menschen leiden subtil oder bewusst, weil sich unser Verstand an eine Geschichte klammert. Eine Geschichte, die ihren Ursprung immer in der Vergangenheit hat und die wir in die Zukunft projizieren.

In diesem Artikel wirst Du mit der Zeit verstehen, warum Du freiwillig leidest. Außerdem gebe ich Dir Tipps und Ideen, wie Du endlich aus Deinen negativen Gedanken kommen kannst.

Ein Beispiel aus dem Leben – wie zu viele Gedanken im Kopf entstehen

Als kleines Kind bin ich von einem Schäferhund angefallen und gebissen worden. Diese schlechte Erfahrung hat mich natürlich geprägt. Die Angst, dass es wieder passieren könnte ist auch heute noch immer mal wieder gegenwärtig.

Erst kürzlich begegnete ich einem riesigen, schwarzen Hund – ich dachte erst schon, ein kleines Kalb würde dort aus dem Gebüsch kommen…

Als ich meinen Irrtum entdeckte stieg in mir der Gedanke auf ,,Hoffentlich schnappt der jetzt nicht zu…“ und sofort kroch die Angst in mir empor.

Doch der Hundebiss kam nicht. Der Hund kam nach kurzer Zeit schwanzwedelnd auf mich zu und begrüßte mich freudig – wenig später stapfte dann auch sein Herrchen aus dem Gebüsch.

Deine Geschichte im Kopf, hat ihren Ursprung immer in der Vergangenheit und wird von Dir in die Zukunft projiziert. So beginnt das Leiden. Immer. ~ Jörg Rüdebusch

Warum ist das Gedankenkarussell gestartet?

Ich erinnerte mich (unterbewusst) an dieses negative Kindheitsereignis in meinem Leben, an die Schmerzen, das ungute Gefühl und folgerte, dass es sehr wahrscheinlich sei, das dieses jetzt gerade wieder passieren würde.

In diesem Zustand des Denkens, in dieser Geschichte die ich mir dort erzählte, war ich gefangen.

Und ich war mein eigener Erbauer dieses Gefängnis und meiner Sorgen, denn ich bin es gewesen, der diese Inszenierung, diese Dinge in meinem Kopf entstehen ließ.

Eines war Fakt: Die Realität sah ganz anders aus, als meine negativen Gedanken im Kopf.

Ich war keinem Monster von Hund begegnet, sondern einem friedliebenden Wesen, das meine Hand abschlapperte und sich freute, mich zu treffen. In meinem Kopf war Krieg, in der Wirklichkeit ein Akt der bedingungslosen Liebe…

Der Krieg gegen die Wirklichkeit – eine mögliche Ursache von Depression

Wir Menschen, mich eingeschlossen, sind von Kindesbeinen an trainiert, die Dinge im Außen zu bewerten und in Kategorien, Ideen und Konzepte zu packen.

Dadurch entsteht sehr schnell ein verzerrtes Bild der Realität, also das, was wirklich gerade geschieht.

Die Geschichten, Ideen und Annahmen in unserem Kopf, wie doch bitteschön gerade etwas im Leben zu sein hat oder welche Konsequenzen sich ergeben könnten, decken sich oftmals nicht mit der Realität.

Wenn ich beispielsweise denken und glauben würde, mein Partner sollte sich mehr um mich kümmern und er tut es nicht, dann tut das weh.

Das ist Krieg gegen die Wirklichkeit.

Mein Partner tut eben das, was er eben tut. (und das heißt nicht, dass ich ihn nicht darum bitten darf, sich mehr um mich zu kümmern). Wenn wir uns jetzt hier aber weiter in diese Geschichte „verrennen“ würden und dächten:

„Die Beziehung wird scheitern“

„Ich habe auf den falschen Partner gesetzt“

usw… können wir das Gedankenkarussell nicht stoppen. Die Spirale des Leidens und das Grübeln wird immer stärker werden und die Kluft zwischen eigener Geschichte im Kopf und der Realität immer größer.

Das nennt man dann irgendwann Sorgen machen 😉

Dieses ständige anrennen gegen die Wirklichkeit ist nach meiner Erfahrung einer der Hauptgründe für eine Depression. 

Raus aus der Box des Leidens – endlich Grübeln und Sorgen stoppen

Das Grübeln und sich Sorgen machen führt im Leben in ein Gedankenkarussel. Besonders im Business sind hier Menschen gefährdet.

Jede Geschichte ist also nichts anderes als eine Leidens-Box, in die wir uns freiwillig begeben.

Sie ist eng, unbequem und lässt uns nicht die ganze Kraft entfalten, die uns allen innewohnt. Im Grunde ist es so, als würde man einen LKW in eine Streichholzschachtel unterbringen wollen.

Die Leidens-Box kann den Namen Liebeskummer, Schulden, Depression, Kritik usw. tragen. Das Grundprinzip ist immer das gleiche.

Du erschaffst Dir Dein eigenes Gedankengefängnis und bist dadurch permanent in einem Gedankenkarussell unterwegs und kommst aus dem Grübeln, Deinem ständigen Nachdenken und Sorgen machen nicht mehr heraus.

Und wenn Du die Titelzeile vielleicht zuvor noch als provokant empfunden haben magst, sollte Dir in diesem Artikel jetzt eines klar geworden sein:

Wenn Dein Leiden freiwillig ist, sind das im Grunde gute Neuigkeiten.

Denn damit hast Du jetzt die Möglichkeit, Dich ganz einfach umzuentscheiden, die Box des Leidens zu öffnen und Dich damit selbst sozusagen wieder in die Freiheit und das Glück zu entlassen.

Dazu brauchst Du in erster Linie nur Dich selbst.

Es ist kein Schicksal, Pech oder eine Ungerechtigkeit des Lebens. Es ist einfach nur diese leidvolle Geschichte in Deinem Kopf, die Du Dir immer wieder aufs neue erzählst. Du bist der Autor und kannst sie umschreiben, stoppen oder sogar ausradieren.

3 Tipps, was Du konkret tun kannst, um Dein Durcheinander im Kopf zu stoppen

1. Bleibe in der Realität und orientiere Dich daran

In meinem Beispiel hat der Hund mich nie gebissen. Dieses Szenario fand nicht im wirklichen Leben, sondern nur in meinem Kopf statt.

Ich hätte hier also besser denken können: ,,Ok – da ist dieser Hund, der mich nicht beißt, solange er mich nicht beißt – ich brauche also erst Angst haben, wenn es wirklich passiert.“

Anders gesagt: Schau hin was wirklich gerade jetzt in Deiner Realität passiert. Vergleiche es mit Deinem Denken. Die Realität kannst Du nicht ändern – aber dein Denken darüber. Das ist Deine vielleicht größte Macht und der direkte Weg ins Glück.

2. Den Wahrheitsgehalt eines negativen Gedanken überprüfen

Gedanken sind harmlos solange wir sie nicht glauben. Prüfe den ( negativen ) Gedanken, ob er tatsächlich wahr ist.

Verstärken kannst Du das ganze, indem Du Dir die Fragen stellst: „Wann habe ich diesen Gedanken zum allerersten mal gedacht in meinem Leben? Wo entstand dieser stressige Gedanke?

Um einen negativen Gedanken zu stoppen oder die Macht zu entziehen, nutze ich seit Jahre für mich erfolgreich eine wunderbare Selbsthilfe – Methode.

In diesem Video zeige ich Dir eine Praxisanleitung an einem Deiner negativen Gedanken, wie gut sie funktioniert. 

3. Soforthilfe in Situationen, wenn zu viele Gedanken im Kopf sind

Wenn Du das nächste mal wieder in einer absolut stressigen Situation bist und zu viele Gedanken im Kopf umherschwirren, stelle Dir diese eine Frage:

,,Was für eine interessante Situation ist das denn gerade?“

Das wird den Effekt haben, dass Dein Verstand augenblicklich einen anderen Blickwinkel der fraglichen Situation erhält.

Er muss ab jetzt nicht mehr Beweise dafür sammeln, wie aussichtslos die gegenwärtige Situation ist, sondern was für Vorteile sie Dir bringt. Warum sind die Dinge, die gerade passieren interessant, neu, aufregend?

Probiere das einfach mal aus.

Jetzt wünsche Dir Dir viel Spaß beim Umsetzen und Nachdenken dieser Zeilen.

Alles Liebe,

Dein Jörg